Port Royal
Mein Senf zum Spiel:
Ahoi ihr Matrosen! In diesem Spiel zeigt sich, wer von euch
ein guter Händler ist. Ihr werdet Schiffe verkaufen und mit dem Geld Personen
kaufen, die euch Spielpunkte bringen.
Der Witz am Spiel ist, dass man Karten aufdecken muss.
Tauchen jedoch die falschen Karten auf, verschwinden alle aufgedeckten Karten,
und man schaut blöd aus der Wäsche. Ihr entscheidet selbst, wie viele Karten
ihr aufdeckt. Es wird sich zeigen, ob ihr gut im Poker seid und ob ihr lernen
müsst, nicht so gierig zu sein.
Ein Spiel, das echt cool ist, denn das Kartenglück zwingt
einen dazu, immer wieder verschiedene Strategien zu spielen. Auch wenn ich
nicht super oft gewinne, gehört es zur Zeit zu meinen Lieblingsspielen – und das
soll was heißen!
Kurzüberblick:
Spieltyp: Karten
Spielmodus: Gegeneinander
Anzahl Spieler: 2 - 5
Spieldauer: 20 bis 50 Minuten
Spielrunde: Sehende und Blinde, auch Blinde unter sich
Aufwand für barrierefreie Adaptierung: mittel
Benötigte Materialien: Punktschriftmaschine
Spielanleitung:
Spiel barrierefrei machen:
Für das Spiel braucht man zwar nur eine
Punktschriftmaschine, aber es muss relativ viel auf die Karten geschrieben
werden. Aus diesem Grunde habe ich den Aufwand als "mittel" eingestuft.
Noch eine Anmerkung: Bei den Zahlen habe ich keine Computerbraille verwendet, also Punkt 6 nicht bei den Zahlen benutzt und „j2“ für null. So kommt es auch nicht zu Irritationen, zum Beispiel mit dem sch-Zeichen.
Es gibt drei Kategorien an Karten: Schiffskarten,
Personenkarten und Sonderkarten.
Schiffskarten
Die Schiffskarten haben drei Attribute: Schiffstyp, Anzahl
Münzen und Anzahl Schwerter. Diese habe ich untereinander auf die Karte
geschrieben.
Da die Schiffsnamen sehr lang sind, aber jeder Schiffstyp
eine eigene Farbe hat, habe ich Abkürzungen für die Farben verwendet.
Abkürzungen für Farben:
Blau: b
Grün: g
Gelb (yellow): y
Rot: r
Schwarz: s
Bei den Münzen habe ich immer zuerst die Zahl und dann „m“
für Münzen geschrieben, zum Beispiel 2m oder 7m.
Bei den Schwertern ebenfalls zuerst die Zahl und dann „s“
für Schwerter, zum Beispiel 2s oder 7s.
Die Beschriftung für ein blaues Schiff mit drei Münzen und
zwei Schwertern sieht also so aus:
b
3m
2s
Personenkarten
Bei den Personenkarten gibt es drei bis vier Attribute, die
ich ebenfalls untereinander geschrieben habe:
1.Zeile: Personen
2.Zeile: Münzen
3.Zeile: Schilder
4.Zeile: Schwerter oder Fähigkeiten / Symbole
Nun gehen wir jede Kategorie durch.
1. Zeile: Personen
Hier meine Abkürzungen für die Personenbezeichnungen:
Gouverneur: go
Fräulein: fr
Admiral: ad
Händler: hä
Matrose: ma
Witzbold: wi
Pirat: pi
Kapitän: ka
Priester: pr
Siedler: si
Tausendsassa: ta
2. Zeile: Münzen
Münzen habe ich wie bei den Schiffen angegeben: zuerst die
Zahl, dann „m“ für Münzen (z. B. 4m).
3. Zeile: Schilder
Schilder habe ich wie Münzen und Schwerter beschriftet. Als
Abkürzung habe ich das „sch“-Punktschriftzeichen genommen: zuerst die Zahl,
dann das sch-Zeichen (z. B. 4 sch).
4. Zeile: Schwerter oder Fähigkeiten / Symbole
Schwerter habe ich wie oben bei den Schiffen beschriftet:
zuerst die Zahl, dann „s“ für Schwerter (z. B. 4s).
Die Personen haben außerdem verschiedene Fähigkeiten oder
Symbole. Ich schreibe zuerst die Personenbezeichnung, damit klar ist, für
welche Karte das gilt, dann die Abkürzung und dahinter in Klammern, wofür sie
steht:
Gouverneur: +1 (Man darf eine Aktion mehr spielen)
Fräulein: -m (Alles kostet eine Münze weniger)
Admiral: 5+2m (Bei fünf Karten in der Hafenauslage bekommt
man +2 Münzen)
Händler: Schiffsfarbe, z. B. r (Beim Verkaufen eines Schiffs
dieser Farbe gibt es eine Münze mehr)
Matrose: s (für Schwerter)
Witzbold: 0+1m (Bei null Karten in der Hafenauslage gibt es
+1 Münze)
Pirat: s (hat Schwerter)
Kapitän: a (für Anker; man hätte auch „k“ nehmen können)
Priester: k (für Kirche)
Siedler: h (für Haus)
Tausendsassa: akh (Anker, Kirche, Haus)
Bei Priester, Kapitän und Siedler habe ich diese
Bezeichnungen gewählt, damit ich kein „s“ verwende und es nicht mit Schwertern
verwechselt werden kann.
Sonderkarten
Es gibt Tax-Karten und Expeditionskarten.
Tax-Karten
In die erste Zeile habe ich „tax“ geschrieben.
In die zweite Zeile habe ich „Schild“ oder „Schwert“
geschrieben, je nachdem, welches Symbol aufgedruckt ist, wieder mit dem
sch-Zeichen.
Expeditionskarten
Hier habe ich folgende Beschriftung verwendet:
1. Zeile: ex (für Expedition)
2. Zeile: m (Anzahl Münzen, die man bekommt, z. B. 3m)
3. Zeile: sch-Zeichen (Anzahl Schilder)
4. Zeile: Symbole (die Symbole, die drauf sind, mit den
Abkürzungen für Priester (k), Siedler (h) und Kapitän (a))
Abschließende Worte:
Man braucht auf jeden Fall eine sehende Person, die einem
sagt, was wo drauf muss, und etwas Zeit. Aber sobald alles beschriftet ist,
wird man mit einem echt coolen Spiel belohnt. Viel Spaß damit.
Wie findest du das Spiel? Hat sich für dich der Aufwand gelohnt?
Auch wenn es etwas eintönig werden kann, ständig auf dominante Weise gegen Pascal zu gewinnen, handelt es sich um ein sehr gutes und unterhaltsames Spiel!
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