Cabo

 

Mein Senf zum Spiel:

Das Lieblingsspiel meiner Schwester, denn trotz einfachem Spielprinzip besteht die Schwierigkeit, sich die eigenen Karten und noch besser, die generischen Karten zu merken, um gezielt zu schikanieren. Bei Cabo werden die vier Zahlenkarten jeder Person verdeckt auf den Tisch gelegt. Jeder darf dann zwei seiner Karten angucken und muss sich diese merken. Ziel ist es den Wert seiner vier verdeckten Karten zu verkleinern. Dafür kann man seine Karten mit dem verdeckten und offenen Kartenstapel tauschen.

Außerdem gibt es Karten, mit denen man bei seinen eigenen Karten luschert, bei anderen Spielern spioniert oder mit anderen Spielern Karten tauscht. Ihr merkt, man muss sich nicht nur seine anderen Karten merken, sondern auch drauf achten, wo andere gute Zahlen haben könnten. Hier zeigt sich, wer ein gutes Gedächtnis hat.

Falls ihr dement werdet, merkt ihr es spätestens hier.

 

Kurzüberblick:

Spieltyp: Karten

Spielmodus: Gegeneinander

Anzahl Spieler: 2 - 5

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Spielrunde: Sehende und Blinde, auch Blinde unter sich

Aufwand für barrierefreie Adaptierung: klein

Benötigte Materialien: Punktschriftmaschine, Klebefolie (optional)

 

Spielanleitung:

In Textform

Youtube

 

Spiel barrierefrei machen:

Für das Spiel müssen die Karten lediglich mit der Punktschriftmaschine beschriftet werden. Es gibt Karten mit Zahlen von 0 bis 13, wobei bei den Karten 8-12 noch eine Aktion draufsteht. Die Zahlen habe ich immer in die erste Zeile geschrieben. Das Zahlenzeichen braucht man nicht unbedingt.

Bei den Karten mit Extra-Aktion habe ich diese in die Zeile darunter geschrieben.

Die Extra-Aktionen sind:

Peak (bei sich selbst eine Karte anschauen)
Spy (bei einem anderen Spieler eine Karte anschauen)
Swab (verdeckt eine eigene Karte mit der eines Mitspielers tauschen)

Dafür habe ich folgende Abkürzungen gewählt:

Peakt: p
Spy: sp
Swab: sw

Man könnte die Extra-Aktionen aber auch problemlos ausschreiben.

Tipp:

Bei uns in der Freundesrunde ist das Problem aufgetreten, dass sehende Spieler auf der Rückseite der Karte die Punktschriftpunkte sehen und in der Hinsicht interpretieren können, dass sie zwei Karten der gleichen Zahl haben, weil dann die Zeichen auf der Rückseite gleich aussehen. Deswegen habe ich eine Cabo Version, bei der ich die Zahlen auf eine Klebefolie geschrieben habe und die dann auf die Vorderseite aufgeklebt habe.

Beim Spiel ist es wichtig, dass alle Spieler laut ansagen, welche Karten sie auf den Ablagestapel legen, denn beim Sammeln bestimmter Karten ist es wichtig zu wissen, ob diese schon aus dem Spiel sind.

Außerdem beruht das Spiel darauf, dass man bei interessanten Karten sieht, wo ein Spieler sie bei sich hinlegt. Hier spiele ich es so, dass wenn ich eine Karte interessant finde, ich direkt frage, wo die Person diese Karte abgelegt hat. Z. B. kann die Person sagen: "Von mir aus gesehen zweite Karte von rechts.". Wenn ich aber nicht aktiv frage, wird das nicht angesagt, denn Sehende müssen auch aktiv darauf achten, wenn sie das wissen wollen.

 

Abschließende Worte: 

Damit ist das Spiel recht einfach barrierefrei zu adaptieren und ich wünsche euch viel Spaß beim Spielen und Zahlen merken.

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